© Gasthof Küferstube

täglich durchgehend warme Küche von 11:30 Uhr bis 21:00 Uhr   -   Dienstag & Mittwoch Ruhetag   -   Bahnhofstraße 14, 97816 Lohr am Main, Tel: 09352/1334

TRADITION

Die Küferstube ist verwurzelt in der Tradition des Lohrer Küferhandwerks.​

Wir, die Familie Senger, können auf vier Generationen der Fassmacher zurückblicken.

Denn schon 1830 stellte der Urgroßvater Fässer in der Lohrer Innenstadt her. 

1952 eröffneten wir neben dem damals noch stehenden Küfereigebäude eine Weinstube, denn die Küferei war dem Wein eng verbunden. 

Die Zeiten für das Küferhandwerk wurden immer härter, sodass wir uns 1968 entschlossen, von der Küferei und der kleinen Weinstube auf einen größeren Gasthof umzusteigen. Wir errichteten auf dem Gelände der Werkstatt die heutige Küferstube.

Bei der Einrichtung der Gasträume achteten wir auf unsere Küfertradition. So sollten z.B. die Rückenlehnen der Stühle und Bänke an Fassdauben, und die Fenster an Weinflaschenstapel erinnern.

Falls Sie jetzt noch mehr Interesse an unserer Familien Chronik haben, können Sie sich in der Küferstube umschauen -  Sie werden eine Reihe von Zeugnissen der Küfertradition finden.

 

 

Die Holzfassherstellung

Die Küferei oder Böttcherei ist eine uralte Handwerkskunst, die in unserer Zeit von nur noch wenigen Betrieben ausgeführt wird. 
In den Sechzigerjahren drohte ihr in Deutschland, mit Aufkommen der Kunststoff - und Edelstahltanks gar das Aussterben. 
So stellten auch wir 1968 von der Küferei auf einen Gastwirtsbetrieb um. Und so finden Sie überall in unserem Haus, 
Zeugnisse der Küfertradition, um dieses alte Handwerk nicht in Vergessenheit geraden zulassen. 

 

Wir möchten Ihnen nun mit dieser Seite einen kleinen Einblick in die Holzfassherstellung geben. 
 

 "Es ist keine gröss´re Kunst erfunden 
als wenn Holz mit Holz gebunden"

(Zunftspruch)

 

Am Anfang der Fassherstellung steht die Auswahl und der Schnitt der Fassdaubenhölzer. Als Holz verwendeten wir die Spessarteiche. Der kleine Junge auf den Bildern ist übrigens Johann Senger, später selber Küfermeister und Gastwirt. 

Hier werden die Hölzer gehobelt und geschnitzt.

 Ein Fass besteht aus vielen Brettern, den so genannten Fassdauben. 

Die Fassdauben werden ohne Leim und Nägel zusammengefügt. 

Aufziehen der Fassreifen. Hier sieht man deutlich die konische Form der Dauben. 

 Alles Handarbeit, auch die Herstellung der Fassreifen.

Mit Feuer, Wasser und gleichzeitigem aufziehen neuer Fassreifen bekommt das Fass seine Form. 

Nach getaner Arbeit

 Und so sahen die Fässer aus, die in Größen von 5 bis 9000 Litern bei uns hergestellt wurden!

Im Hintergrund schön zu sehen,

die zum Trocknen gestapelten Fassdaubenhölzer. 

Heute werden hauptsächlich nur noch Fässer mit ca. 225 Litern, den so genannten Barriquefässern, hergestellt. Sie dienen der Veredelung von Rot- und Weißweinen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen diese alte Handwerkskunst näher bringen konnten!